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wurde in Uganda geboren und lebt heute in Dänemark. Im Alter von acht Jahren gerät sie in ein Rekrutierungslager der ugandischen Widerstandsarmee NRA (National Resistance Army), die von YOWERE MUSEVENI, dem heutigen Staatspräsidenten, angeführt wird.
Dort gibt man ihr einen neuen Namen: " China" nennt ihr Ausbilder sie, weil sie "Schlitzaugen" hat. Und sie bekommt ein Gewehr.
Als sie an ihrem ersten Kampfeinsatz teilnimmt, wird sie völlig unvorbereitet mit der grausamen Realität des Krieges konfrontiert. Immer tiefer gerät das junge Mädchen in eine Spirale der Gewalt. Und doch ist die NRA mit ihren klaren Strukturen für das entwurzelte Mädchen eine Art Ersatzfamilie.
Nach dem Sieg MUSEVENIs 1986 wird China Keitetsi zunächst Leibwächterin eines hohen Funktionärs, später wechselt sie zur Militärpolizei.    Die drei einzigen Bilder aus China's militärischer Vergangenheit klicken für Vollbildmodus
Dort gerät sie aufgrund falscher Anschuldigungen in Bedrängnis und flieht - nun 19-jährig - nach Südafrika. Mit Hilfe der Vereinten Nationen kommt sie 1999 nach Dänemark. Heute lebt sie dort oder im Land ihrer Eltern, Ruanda. Um das Erlebte zu verarbeiten, schrieb China Keitetsi ihre Geschichte nieder, und aus ihrer Geschichte wurde ein Buch. Der Bestseller "Sie nahmen mir die Mutter und gaben mir ein Gewehr" ist ein einzigartiges Zeugnis und ein eindringlicher Appell, den Einsatz von Kindersoldaten international zu ächten.  China mit Harry Belafonte bei der Vorstellung des humanitären Hilfsappells der Vereinten Nationen (CAP) in den Räumen des Deutschen Bundestags, Berlin, 01.12.2004 klicken für Vollbildmodus
Mindestens 250 000 Kinder sind zurzeit weltweit an Kampfhandlungen beteiligt, allein in Afrika 120 000. China Keitetsi ist die erste Kindersoldatin, die ihre Lebensgeschichte veröffentlicht hat. Mit ihrem Mut, das Schweigen zu brechen, macht sich China zur Anwältin aller auf diese Weise traumatisierten und entrechteten Kinder. Die Hilfe, die China Keitetsi selbst erfahren hat, ist heute zu ihrer eigenen Lebensaufgabe geworden. China Keitetsi hält Vorträge in ganz Europa, in den USA, Kanada und Japan über die Problematik der Kindersoldaten; sie sprach vor den Vereinten Nationen, der Unesco, im Deutschen Bundestag  China 2005 als Sprecherin bei der von BICC und UNICEF organisierten Ausstellung "Kleinwaffen - Eine weltweite Bedrohung" im deutschen Bundestag klicken für Vollbildmodus
Dabei wird China Keitetsi in ihrem Anliegen von vielen Organisationen unterstützt, u.a. von Unicef, amnesty international, terre des hommes, Oxfam, Coalition to Stop the Use of Child Soldiers, IANSA. China Keitetsi ist Botschafterin der Missio-Aktion: Volltreffer - "Kein Krieg mit Kindern" anlässlich der Fußballweltmeisterschaft 2006: "Auf Tore schießen statt auf Menschen" 2004 gründet China Keitetsi den als gemeinnützig anerkannten deutschen Förderverein "Hilfe für ehemalige Kindersoldaten und afrikanische Kriegsopfer e.V." Mit den Spenden möchte sie zunächst ein Zentrum zur Reintegration ehemaliger Kindersoldaten in Ruanda, aufbauen. www.defoexchild.de 2005 wird China Keitetsi zweimal von der Universität von Connecticut, USA, für Lesungen am Lehrstuhl der UNESCO "Chair & Institute of Comparative Human Rights", eingeladen. Für ihr Engagement erhält sie den Titel: "Certificate of Appreciation for dedication and commitment to translating the ideals of human rights into practical reality: "AMBASSADOR FOR HUMAN RIGHTS".
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